Archiv für Februar 2010

Einführendes

Vom 2.12-5.12.2010 findet in Hannover im UJZ Korn (Kornstrasse 28-30) der Kongress“ Kritische Tage“ statt, der sich mit dem herrschenden Geschlechterverhältnis auseinandersetzen will.

Wenn ihr frühzeitig plant auf unseren Kongress zu kommen, dann schreibt uns am besten mit wieviel Menschen ihr kommt, wieviel Schlafplätze ihr benötigt und auch ob ihr evtl, Kinderbetreung braucht.
Dann können wir das alles besser planen.
Die Infotelefonnummer ist: 01744610302

Leider ist es uns nicht möglich alle Räume komplett barrierefrei zu gestalten.
Wenn ihr uns frühzeitig mitteilt welche Veranstaltungen ihr besuchen wollt, können wir sie so legen, dass sie mit dem Rollstuhl erreichbar sind.
Gebärdensprache können wir auf Anfrage organisieren.

Unterstützung:
Wenn ihr euch vorstellen könnt Theken- oder Infopunktschichten zu übernehmen, Schlafplätze zu Verfügung stellen möchtet, Übersetzungen anbieten könnt oder Lust habt die Kinderbetreuung mit zu gestalten, würden wir uns sehr freuen. Auch in anderen Bereichen brauchen wir noch eure Unterstützung!

An diese Adresse könnt ihr uns schreiben: kritischetage@freenet.de

Warum wir diesen Kongress für notwendig halten…

Mittlerweile wird in fast allen Äußerungen linker Gruppierungen vorgegeben dem Geschlechterverhältnis die gleiche Gewichtung wie anderen Herrschaftsverhältnissen zu geben . Jedoch sollte sich gefragt werden, ob das äußerliche hinzu Addieren dieses Herrschaftsverhältnisses, nicht nur eine inhaltslose Hülse darstellt, die weitgehend für die Rolle der Politik und der Theoriebildung der Linken ein eher marginales Phänomen darstellt.

Auch von einer antisexistischen Alltagspraxis kann in linken Strukturen noch lange nicht die Rede sein. Das fängt bei klassischer Rollenverteilung während politischer Aktionen, im Wohnzusammenhang und in „Liebesbeziehungen“ an und hört beim Legitimationszwang von Frauenräumen und Definitionsmacht noch lange nicht auf.
Die Analyse struktureller Ungleichheitsverhältnisse scheint wenig mit dem Alltag vieler Linker zu tun zu haben und das „Private“ ist heute privater denn je.
Feministische Forderungen werden zwar für legitim erklärt, in Praxis und Theorie haben sie sich anderen „wichtigeren“ linken Themen erstmal unterzuordnen.

Uns ist wichtig, eine fundierte Kritik am gesellschaftlich verankerten Geschlechterverhältnis weiterzuentwickeln und Verschränkungen und Koppelungen mit anderen Herrschaftsmechanismen herauszuarbeiten.
Die eigene Verstrickung, die Reflexion gesellschaftlicher Verhältnisse auf individueller Ebene, die politische Selbst- und Fremdwahrnehmung – all das soll auf dem Kongress einen Raum bekommen.

Zu den „Kritischen Tagen“ möchten wir verschiedenste Menschen einladen um sich mit uns gemeinsam, praktisch wie theoretisch, auf die Spur des herrschenden Geschlechterverhältnis zu begeben.

Der Kongress findet in Kooperation mit der SB für Frauen- und Geschlechterpolitik des AStA der Uni Hannover statt.